LaTeX: dicke vertikale Linien in Tabellen

Mal wieder ein Beitrag aus der LaTeX-Reihe.

In diesem Artikel geht es darum die Dicke einzelner vertikaler Linien in Tabellen zu beeinflussen. Gleich vorab: Mir ist bewusst, dass das Ganze äußerst fragwürdig ist, sind vertikale Linien in Tabellen schließlich ein No-Go. Wer also typografisch korrekte Dokumente erstellen möchte, holt sich am besten dazu ein paar Ratschläge in der Dokumentation des booktabs Pakets und liest hier garnicht erst weiter.

Manchmal ist es aber trotzdem notwendig vertikale Linien zu setzen und einzelne davon etwas dicker. Mit \arrayrulewidth lässt sich nur die Stärke aller Tabellenlinien ändern, einen Befehl für einzelne Linien gibt es jedoch nicht. 

Wir müssen uns also unseren eigenen Linien-Befehl definieren. Der Trick besteht darin, einen neuen Spaltentyp zu definieren und in diese neue Spalte mit \vrule eine durchgängige Linie zu setzen, deren Dicke wir einstellen können. Um diesen neuen Spaltentyp zu definieren, muss das Paket tabularx  oder das Paket array geladen werden. Beide Pakete stellen den Befehl \newcolumntype zur Verfügung. tabularx dürfte vielen bekannt sein, um Spaltentypen mit einer festgelegten Größe zu definieren.

\usepackage{tabularx}
\newcolumntype{x}[1]{!{\centering\arraybackslash\vrule width #1}}

Der obige Code kommt in die Präambel unseres LaTeX-Dokuments. Um nun eine dicke vertikale Linie zu setzen, rufen wir in der Spaltendefinition der tabular-Umgebung unseren neuen Spaltentyp x als Spaltentrenner auf und übergeben diesem als Argument die Dicke der Linie: x{2pt}.

\begin{tabular}{cx{2pt}cc}
    1 & 2 & 3 \\ \hline
    4 & 5 & 6 \\
    7 & 8 & 9
\end{tabular}

Das ganze liefert schließlich unser gewünschtes Ergebnis.

vom 22.11.15 um 19:00 Uhr, 1 Kommentar
Tags: LaTeX

Eine Herbstrunde in der Sächsischen Schweiz

Falkenstein und Schrammsteine

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stopelfelder, und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind.

Das Lied passt ganz gut zu dem Wochenende neulich in der Sächsischen Schweiz. Zumindest wenn man die Passage mit dem kühlen Wind und dem Herbstbeginn streicht. Schließlich war es Anfang November aber trotzdem so warm, dass man Nachts den Schlafsack nicht ganz schließen konnte.

Unsere Runde begann am Zirkelstein bei Schöna, welcher sich Anfangs noch komplett im Nebel der Wolken versteckte. Von da aus ging es weiter zum großen Zirnstein. Dort angekommen klarte es langsam auf wobei die sich lichtenden Wolken zusammen mit der Herbstfärbung der Bäume ein herrliches Schauspiel abgaben. 

Blick vom großen Zschirnstein

Am nächsten Tag führte unser Weg bei bestem Sonnenschein zunächst über den kleinen Zschirnstein, und dann durch Kleingießhübel auf den Kohlbornstein. Es boten sich tolle Ausblicke über die umliegenden Dörfer und Tafelberge. Eine schöne Abwechslung zu dem zerklüfteten Sandstein der anderen Elbseite, wo wir uns sonst immer rumtreiben. 

Zum Schluss ging es über Papstdorf zum Kleinhennersdorfer Stein. Hier trieben sich erstaunlich viele Familien herum, was vermutlich an den zahlrichen, auch für Kinder gut zugänglichen Höhlen liegt. Wir traten den Abstieg in Richtung Bad Schandau an und erhielten dabei noch einmal schöne weite Blicke über die hügeligen Felder, die in der Ferne vom Falkenstein und den Schrammsteinen begrenzt wurden.

Vielen Dank an Bauer Lindemann für das Beisteuern einiger Fotos.

Es begann mit einem ziemlich nebeligen Blick vom Zirkelstein ... ... welcher selbst ordentlich eingehüllt war. Die Schutzhütte auf dem großen Zschirnstein. Herbst! Im Hintergrund: Das Elbtal auf Tschechischer Seite. Weitblick in Richtung Königstein. Am Ende des Tages zeigt sich die Sonne doch noch einmal. Die Vermessungssäule auf dem Zschirnstein in der Abendsonne. Blick vom kleinen Zschirnstein auf Kleingießhübel. Krippen am Fuße des Kohlbornsteins. Kleinhennersdorf. In der Ferne grüßen die Schrammsteine.

vom 18.11.15 um 10:37 Uhr, 7 Kommentare
Tags: herbstsächsische schweizwandernphotos

Den Glasbläsern über die Schulter geschaut

Schweden hat nicht nur faszinierende Natur, die es sich lohnt anzuschauen, sondern auch andere Attraktionen wie zum Beispiel die Glasmanufaktur „Kosta Boda“ in Kosta. Das Besondere an der seit 1742 bestehenden Manufaktur ist, dass Besucher den Glasbläsern direkt im normalen Betrieb über die Schultern schauen und ihnen im Weg rumstehen können, ohne hinter Absperrungen zu verharren. Eine Sicherheits-Belehrung über das Verhalten in der Fabrik zwischen den über Tausend Grad Celsius heißen Schmelzöfen? Fehlanzeige! 

So interessant die Glasherstellung in der Fabrik anzuschauen ist, so sokurril ist der Kult um „Kosta“. In der Gegend um Vaxjö, der nächst größeren Stadt bei Kosta, scheint alles aus Kosta-Glas zu sein. Angefangen bei den Gläsern im Haushalt der Schweden, den Skulpturen auf der Straße bis zum neuen Glasaltar in der Kathedrale Växjös. Nicht, dass die recht preisintensiven Staubfänger aus Glas hässlich wären, aber die Allgegenwärtigkeit in der Region ist schon etwas abgefahren. 

Einen Besuch ist die Glasmanufaktur aber auf jeden Fall wert.

vom 02.08.15 um 22:30 Uhr, 0 Kommentare
Tags: photoschemiereiseschweden

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