Neulich im Polenztal

Auf dem Bergangsteig im Polenztal.

Das Polenztal hatten meine Wanderschuhe bisher noch nicht gesehen, von daher war die kleine Tour vor zwei Wochen sehr spannend.

Los ging es von einem Parkplatz auf dem Ziegenrücken, unweit des Aussichtspunktes auf dem Hockstein. Dieser Aussichtspunkt war dann auch unser erstes Zwischenziel. Uns bot sich ein schöner Blick nach Hohenstein sowie auf den Grund des Polenztals, in welches wir nun durch die Wolfsschlucht hinab stiegen. Hier querten wir die Polenz und stiegen durch den Schindergraben hinauf auf den recht breiten Halbenweg. Unser nächster Zwischenstopp war nun die Gautschgrotte. Der Blick auf die steile Felswand mit der großen Grotte ist recht imposant, vor allem dann, wenn Menschen wie Spielzeugmännlein durch die Grotte laufen.

Ein Stück weiter talabwärts erreichten wir den Einstieg in den Begangsteig – den meiner Meinung nach schönsten Wanderabschnitt unserer Tour. Der als Kletterzugang markierte Pfad windet sich eng am Fels entlang des Polenztals. Es gibt jede Menge interessanter Felsformationen zu bestaunen und hin und wieder schöne Ausblicke ins Tal. Am Ende des Begangsteigs gelangten wir über den Neuweg vorbei an einem kleinen Wasserfall wieder auf eine breite Wanderautobahn in Richtung Brand.

Der Ausblick vom Brand war etwas diesig, dafür entschädigte aber ein Heißgetränk in der Brand-Baude. Wir stiegen durch den Schulzengrund ab und wanderten den gemütlichen Weg entlang der Polenz wieder zurück. An der Waltersdorfer Mühle herrschte eine einsame Stimmung: Aus dem Schornstein stieg Rauch auf und bis auf eine Kerze in einem der zum Weg zugewandten Räume brannte in der Mühle kein Licht. Die Sonne hatte sich vollkommen verabschiedet und die noch winterlich kahlen Bäume wirkten nur an den bemoosten Stellen lebendig.  

Fazit der Wanderung: Das Polenztal wurde für schön befunden. Es lohnt sich auf jeden Fall nochmal wieder zu kommen – vielleicht klappt es ja auch, wenn die Märzenbecher blühen, davon soll es dort ja jede Menge geben. Und auch ein Blick auf die Wanderkarte zeigt, dass es neben dem Begangsteig noch zahlreiche weiter kleine Pfade zum Erkunden gibt.

In der Wolfsschlucht am Hockstein. Im Schindergraben. Unteres Schloss der Burg Hohenstein Gautschgrotte. Wir sind klein. Auf dem Begangsteig. Es plätschert ... .. der kleine Wasserfall am Neuweg. Blickt vom Brand. I Blick vom Brand. II Waltersdorfer Mühle.

vom 12.03.16 um 16:53 Uhr, 1 Kommentar
Tags: photoswintersächsische schweizwandern

LaTeX: dicke vertikale Linien in Tabellen

Mal wieder ein Beitrag aus der LaTeX-Reihe.

In diesem Artikel geht es darum die Dicke einzelner vertikaler Linien in Tabellen zu beeinflussen. Gleich vorab: Mir ist bewusst, dass das Ganze äußerst fragwürdig ist, sind vertikale Linien in Tabellen schließlich ein No-Go. Wer also typografisch korrekte Dokumente erstellen möchte, holt sich am besten dazu ein paar Ratschläge in der Dokumentation des booktabs Pakets und liest hier garnicht erst weiter.

Manchmal ist es aber trotzdem notwendig vertikale Linien zu setzen und einzelne davon etwas dicker. Mit \arrayrulewidth lässt sich nur die Stärke aller Tabellenlinien ändern, einen Befehl für einzelne Linien gibt es jedoch nicht. 

Wir müssen uns also unseren eigenen Linien-Befehl definieren. Der Trick besteht darin, einen neuen Spaltentyp zu definieren und in diese neue Spalte mit \vrule eine durchgängige Linie zu setzen, deren Dicke wir einstellen können. Um diesen neuen Spaltentyp zu definieren, muss das Paket tabularx  oder das Paket array geladen werden. Beide Pakete stellen den Befehl \newcolumntype zur Verfügung. tabularx dürfte vielen bekannt sein, um Spaltentypen mit einer festgelegten Größe zu definieren.

\usepackage{tabularx}
\newcolumntype{x}[1]{!{\centering\arraybackslash\vrule width #1}}

Der obige Code kommt in die Präambel unseres LaTeX-Dokuments. Um nun eine dicke vertikale Linie zu setzen, rufen wir in der Spaltendefinition der tabular-Umgebung unseren neuen Spaltentyp x als Spaltentrenner auf und übergeben diesem als Argument die Dicke der Linie: x{2pt}.

\begin{tabular}{cx{2pt}cc}
    1 & 2 & 3 \\ \hline
    4 & 5 & 6 \\
    7 & 8 & 9
\end{tabular}

Das ganze liefert schließlich unser gewünschtes Ergebnis.

vom 22.11.15 um 19:00 Uhr, 1 Kommentar
Tags: LaTeX

Eine Herbstrunde in der Sächsischen Schweiz

Falkenstein und Schrammsteine

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stopelfelder, und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind.

Das Lied passt ganz gut zu dem Wochenende neulich in der Sächsischen Schweiz. Zumindest wenn man die Passage mit dem kühlen Wind und dem Herbstbeginn streicht. Schließlich war es Anfang November aber trotzdem so warm, dass man Nachts den Schlafsack nicht ganz schließen konnte.

Unsere Runde begann am Zirkelstein bei Schöna, welcher sich Anfangs noch komplett im Nebel der Wolken versteckte. Von da aus ging es weiter zum großen Zirnstein. Dort angekommen klarte es langsam auf wobei die sich lichtenden Wolken zusammen mit der Herbstfärbung der Bäume ein herrliches Schauspiel abgaben. 

Blick vom großen Zschirnstein

Am nächsten Tag führte unser Weg bei bestem Sonnenschein zunächst über den kleinen Zschirnstein, und dann durch Kleingießhübel auf den Kohlbornstein. Es boten sich tolle Ausblicke über die umliegenden Dörfer und Tafelberge. Eine schöne Abwechslung zu dem zerklüfteten Sandstein der anderen Elbseite, wo wir uns sonst immer rumtreiben. 

Zum Schluss ging es über Papstdorf zum Kleinhennersdorfer Stein. Hier trieben sich erstaunlich viele Familien herum, was vermutlich an den zahlrichen, auch für Kinder gut zugänglichen Höhlen liegt. Wir traten den Abstieg in Richtung Bad Schandau an und erhielten dabei noch einmal schöne weite Blicke über die hügeligen Felder, die in der Ferne vom Falkenstein und den Schrammsteinen begrenzt wurden.

Vielen Dank an Bauer Lindemann für das Beisteuern einiger Fotos.

Es begann mit einem ziemlich nebeligen Blick vom Zirkelstein ... ... welcher selbst ordentlich eingehüllt war. Die Schutzhütte auf dem großen Zschirnstein. Herbst! Im Hintergrund: Das Elbtal auf Tschechischer Seite. Weitblick in Richtung Königstein. Am Ende des Tages zeigt sich die Sonne doch noch einmal. Die Vermessungssäule auf dem Zschirnstein in der Abendsonne. Blick vom kleinen Zschirnstein auf Kleingießhübel. Krippen am Fuße des Kohlbornsteins. Kleinhennersdorf. In der Ferne grüßen die Schrammsteine.

vom 18.11.15 um 10:37 Uhr, 7 Kommentare
Tags: herbstsächsische schweizwandernphotos

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