FreeNAS mit Sound

Mit Hilfe von FreeNAS lässt sich ein sehr komfortabel zu administrierendes, leistungsstarkes NAS für den Heimgebrauch aufsetzen. Besonders praktisch ist in meinen Augen die Möglichkeit bereits vorkonfigurierte Plugins herunterzuladen, welche dann in einem eigenen Jail laufen und den heimischen Server um allerlei Funktionalitäten ergänzen. So läuft bei mir ein Subsonic, um Musik und Podcasts zu verwalten. Einziges Problem hierbei: Der Jukebox-Modus, zum Abspielen der Audio-Files direkt vom Server, liefert von Haus aus keinen Ton ab.

Der eigentliche Grund für das Problem: FreeNAS kommt ohne Sound-Treiber daher, was für ein NAS-Betriebssystem aber nicht ungewöhnlich sein sollte. Zur Lösung des Problems müsste man den Kernel mit Sound-Treibern neu kompilieren. Doch es geht noch viel einfacher.

FreeNAS ist ein FreeBSD-Fork, d.h. man muss sich nur die Sound-Treiber aus der passenden FreeBSD-Version kopieren und in das FreeNAS einbinden. Hier ein HowTo:

  1. Zur verwendeten FreeNAS-Version (bei mir 9.3 stable) ein äquivalentes FreeBSD-Image runterladen (zum Beispiel FreeBSD-9.3-amd64-bootonly.iso).
     
  2. FreeBSD-Image mounten und die benötigten Audio-Treiber aus /boot/kernel kopieren. Bei mir waren das folgende 2 Kernel-Module:
    • sound.ko
      Allgemeiner Sound-Treiber.
    • snd_uaudio.ko
      Treiber für USB-Soundkarten.
  3. Die Kernel-Module ins FreeNAS nach /boot/kernel kopieren.
     
  4. Die Kernel-Module beim Booten einbinden. Das geht einfach über das Webinterface von FreeNAS unter System - Tunables. Ihr müsst für jedes der benötigten Kernel-Module einen Eintrag anlegen. Für den allgemeinen Sound-Treiber sound.ko würde das wie folgt aussehen:

     FreeNAS add Tunable
     
  5. Reboot.

Aber Achtung! Nach einem System-Update, zum Beispiel von FreeNAS 9.3 auf 10.1, müsst ihr die entsprechenden Module wieder neu nach /boot/kernel kopieren.

vom 27.06.15 um 13:44 Uhr, 0 Kommentare
Tags: softwarefreenas

R. I. P.

R. I. P.

vom 15.06.15 um 19:05 Uhr, 0 Kommentare
Tags: menschen

Der Duft von H2S

Aus gegebenem Anlass ein kleiner Exkurs in die Chemie.

Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein farbloses Gas, welches nach faulen Eiern riecht. Also nix Buntes, kommt aber aus der Erde. Denn natürlich kommt es unter anderem in vulkanisch aktiven Regionen vor, zum Beispiel in Neuseeland. Der „Duft“ von Schwefelwasserstoff verfolgt einem beim Besuch von Rotorua und Umgebung unweigerlich, da es dort an zahlreichen Stellen aus der Erde hervortritt oder auch am Mt. Ngauruhoe im Tongariro Nationalpark.

An diesen beiden Orten findet man übrigens auch Schwefel – ein gelbes, festes Nichtmetall. Das ist also etwas Buntes, was aus der Erde kommt.

Im Vordergrund: Schwefelwasserstoff enthaltende Dämpfe am Mt. Ngauruhoe. Mit Schwefel angereicherte Artist's Pallate in Wai-O-Tapu. Schwefelreiches Wasser im Devil's Bath Crater in Wai-O-Tapu. Hinten rechts: Schwefel im Sulfur Cave Crater in Wai-O-Tapu.

vom 02.03.15 um 18:21 Uhr, 0 Kommentare
Tags: schulefarbenchemienew zealand

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