Georgien in 20 Bildern

Eine kleine Charakterisierung von Georgien in 20 Bildern. Natürlich ist diese Charakterisierung absolut vollumpfänglich und zu einhundert Prozent zutreffend.

 

Georgien ist definitiv nicht das, was es an der Promenade Batumis zu sehen gibt.

 

Auf dem Land gibt es viele Gebäude in diesem Stil. Typisch sind die großen Balkone mit den verzierten Geländern.

 

Heiße Quellen gibt es so einige im Land, viele sind einfach in der Natur frei zugänglich, so wie diese bei Betlemi.

 

In jeder größeren Stadt gibt es einen Markt mit regem Treiben. Oft befindet sich der Sammelpunkt für die Busse gleich um die Ecke.

 

In keinem anderen Land habe ich bisher so viel ungehütete frei laufende Tiere auf der Straße oder am Straßenrand gesehen wie in Georgien. Kühe, Schweine, Ziegen, Gänse. Freche Schweine und Ziegen laufen schon auch mal mit einem Holzdreieck herum – nicht als Schmuck sondern eher, damit sie nicht überall ihren Kopf herein stecken. Leider ohne Bild aber genauso typisch: Die Buswartehäuschen mit Zaun und Drehkreuz, damit die frei laufenden Viecher nicht alles voll scheißen.

 

Die Spuren des Zerfalls der ehemaligen Sowjetunion sind im ganzen Land in Form von unterschiedlichsten Ruinen sichtbar. Siehe hier oder auch hier.

 

Völlig unerwartet waren für mich die ganzen Seilbahnen in dem kleinen Kaukasusland aus Sowjetzeiten. Viele sind leider nicht mehr im Betrieb, diese hier in Kutaissi ist aber auf jeden Fall eine Fahrt wert. Die nicht mehr ganz schließende Tür wird einfach von einem mitfahrendem Mitarbeiter blockiert – Sicherheitsstandard auf Georgisch. Nicht im Bild aber auch überraschend: Es gibt auch einige neue Doppelmayr Bahnen – besonders bemerkenswert in Chiatura.

 

Georgien hängt am Gashahn. Auffällig sind die oftmals oberirdisch neben der Straße auf Stelzen verlaufenden Leitungen oder die Kaskaden von Gaszählern.

 

Weitere Spuren aus vergangenen Zeiten sind die vielen Mosaike in den verschiedenen Städten.

 

Hier sind sie, die frei laufenden Kühe. Noch typischer sind aber unzählige streunender Hunde. Ich hatte keine Probleme mit ihnen, aber gesund sahen davon nur die wenigsten aus.

 

Die großen Berge sind natürlich absolut typisch für Georgien. Doch in diesem Bild geht es mir ausnahmsweise mal um das futuristische Gebäude im Vordergrund. Es ist die Polizeistation in Mestia, erbaut nach den Plänen des Berliner Architekten Jürgen Meyer H. Typisch sind hier nicht nur die geschwungenen Formen sondern auch die vielen Glasflächen, die die Transparenz des Apparates symbolisieren sollen. Unter Michail Saakaschwili wurde wohl viel gegen die Korruption unternommen.

 

Ein Glück, dass ich zu Beginn des Sommers da war. Vor Georgien hatte ich nur davon gehört, doch nun konnte ich sie endlich mal probieren – Maulbeeren. Sie sind unglaublich süß und lecker. Aber sie sind auch sehr druckempfindlich, darum gibt es sie eigentlich fast nur frisch vom Maulbeerbaum, inklusive gefärbten Händen.

 

Und da ist eine Bergspitze im Hohen Kaukasus. Für Wanderer ist Georgien ein absolutes Traumland.

 

Typisch sind auch die kleinen orthodoxen Kirchen. Besonders gut: Es gibt kein Kirchengeläut.

 

Kaputte Fahrzeuge sieht man in Georgien an jeder Ecke. Oft aus zweiter oder dritter Hand importiert aus dem reicheren Westen. Aber auch noch viele alte Ladas oder andere Wagen aus Russicher Produktion.

 

Georgien ist auch das Land der leeren Schilder.

 

Und es ist das Land mit einem Stalin-Museum in Stalins Geburtsstadt Goris, in dem die Zeit arg stehen geblieben ist. Die spärlichen Zeilen englischer Übersetzung helfen keines Wegs der geschichtlichen Einordnung und der Abstellraum unter der Treppe am Eingang mit den paar Hinweisen auf die Gulags nicht angemessen.

 

In der Hauptstadt Tiflis gibt es ähnlich wie in Batumi die Kontraste zwischen alt und neu auf dem Servierteller.

 

Vor allem aber ist Georgien ein grünes Land, ...

 

... wenn auch dieses letzte Bild eine andere Ecke im Süden ganz gut beschreibt.

  24.09.22 um 9:00 Uhr
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