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Mit dem Zug gen Osten

Mit der Bahn durch Polen

Und dann war Sommer. Endlich ging es wieder auf Reise. Typisch deutsch von langer Hand geplant, doch diesmal gab es tatsächlich einiges im Vorhinein zu organisieren: Zugtickets, Visa, Schutzimpfungen. Das Ziel: Die Mongolei. Der Plan: Backpacking, Land und Leute kennen lernen, Wandern, Urlaub machen. Das Fortbewegungsmittel: Der Zug. Und schon damit wurde die Reise spannend, denn rund 8000 Kilometer wollen erstmal mit dem Zug erfahren werden.

Zunächst ging es mit der Deutschen Bahn von Dresden nach Berlin. Nichts besonderes, Zug fahren in Deutschland kennt man. Dass es mit einer ordentlichen Verspätung los ging verwunderte nicht. Deshalb reisten wir ja auch einen Tag eher nach Berlin, um auch ja unseren Zug gen Osten nicht zu verpassen.

Mit der polnischen Staatsbahn ging es bis nach Warschau. Wir waren ganz glücklich in dem doch recht gut gefüllten Zug über eine Sitzplatzreservierung zu verfügen. Als es kurz vor Warschau zu Stürmen und Gewittern begann, holte uns die Verspätung wieder ein. Unser Zug schlich im Kriechtempo in die polnische Hauptstadt. Doch wir waren nicht die einzigen mit Verspätung – im Westbahnhof von Warschau sammelten sich die Reisenden genauso wie das Wasser in den Unterführungen, welches einfach nicht mehr ablaufen wollte. So ging es letztendlich mit über zwei Stunden Verspätung in Richtung Moskau weiter.

Westbahnhof Warschau

Das Platzangebot änderte sich mit dem Schlafwagen vollkommen. Doch nicht nur das, unser Wagon war ein neuer, blitz blank geputzter Schlafwagen von Siemens. Geräumiger, klimatisierter Luxus auf Rädern – ein Glück, dass wir nicht geflogen sind. Probleme gab es lediglich bei der Kommunikation mit unserer freundlichen Wagenschaffnerin, aber der Russischunterricht ist ja auch schon ein Weilchen her.

Bis zur weißrussischen Grenze lief es gemütlich. Dann kamen die Grenzkontrollen. Erst die Polnische (Ausreise aus der EU), dann ein paar Meter weiter in Richtung Osten die Weißrussische zusammen mit der Russischen. In unserem Wagon wimmelte es nur so von grünen und blauen Grenzbeamten. Auf eine ausführliche Gepäckkontrolle hatte bei uns glücklicherweise niemand Lust, wir wurden lediglich gefragt, ob wir Bier oder Wodka dabei hätten. Vielleicht waren die Beamten ja durstig ...

Nach der Kontrolle ging es in die Wagenhalle zum Umspuren. Die rund 70 Tonnen schweren Wagons wurden dazu an vier Punkten nach oben gehoben, um anschließend die Drehgestelle zu tauschen. Nun waren wir startklar für die Weiterreise auf russischer Spurweite gen Osten.

Berlin – Hauptbahnhof. Posen. Unser Zug nach Moskau fährt ein. Komfort im Schlafwagen. Umspuren I. Umspuren II. Umspuren III.

vom 31.07.16 um 21:26 Uhr, 0 Kommentare
Tags: reisephotosbahnpolen

Auf schmalen Pfaden

Blick in Richtung Carola-Felsen

Blick von der Höllenwand. Rechts das Domriff mit Rohnspitze und Domwächter, im Hintergund leicht links der Carolafelsen.

Ostern stand natürlich wieder im Zeichen des frisch gewachsten Wanderschuhs. Während es am Freitag überall noch schön ruhig war, kamen am Samstag mit der Sonne zahlreiche Wanderer ins „Elbi“. Wir wählten deshalb ein paar schmalere Pfade, um nicht an jeder Stufe Schlange zu stehen.

Der Aufstieg über die Rotkehlchenstiege war schon mal eine gute Adresse. Auf Höhe des unteren Bandes glitzerte es überall magisch, als sich das Sonnenlicht in den unzähligen Wassertropfen auf den Zweigen brach. Doch kurz nach dem Ende der Rotkehlchenstiege müssen wir uns wohl irgendwie verlaufen haben. Wie ungeschickt – aber da, ein schmaler unscheinbarer Weg! Wir folgten dem einsamen Pfad und genossen schöne Blicke am Rande der Affenwand. 

Da geht's lang!

Da geht's lang!

Weiter unten von den Lorenzlöchern ging es zunächst in Richtung der Sandlöcher, um dann über die Domstiege hinauf auf den Domerker zu gelangen. Ein schöner sonniger Platz für die Mittagspause, an dem schon etwas mehr Betrieb war. Entlang der Affensteinpromenade führte uns der Weg nun in Richtung Hölle. Vor unseren Besuch bei Luzifer müssen wir jedoch wieder einmal falsch abgebogen sein, denn auf einmal standen wir ganz allein auf der Höllenwand und hatten einen großartigen Ausblick über das Affensteingebiet aus einer ungewohnten Perspektive: Vor uns lag das Sandloch, der Domwächter und die Rohnspitze. In der Ferne waren unzählige Menschen auf dem Carolafelsen zu erkennen. Wie schön ruhig es hier doch war.

Abendsonne trifft Wurzelweg

Abendsonne trifft Wurzelweg.

Zum Abschluss ging es die Hölle hinab und anschließend die Wilde Hölle wieder hinauf ins Gedränge, um unsere Runde letztendlich über den Reitsteig und den Wurzelweg wieder in Schmilka enden zu lassen. Ein gemütlicher Osterspaziergang, wenn da nicht noch die Nachwanderung gewesen wäre ...

Hoch hinauf geht es die Rotkehlchenstiege. Die Bäume glizern mit tausenden Wassertröpchen. Letztes Stück der Rotkehlchenstiege. Auf verwegenen Pfaden ... ... wandert es sich recht ungestört. Band am Domerker Band am Domerker Blick vom Domerker (halbe Höhe) Lorenzlöcher Blick von der Domstiege in Richtung Falkenstein Domwächter und Rohnspitze Blick vom Domerker Blick von der Höllenwand in Richtung Carola-Felsen Totholz am Reitsteig Totholz am Reitsteig

vom 10.04.16 um 14:06 Uhr, 0 Kommentare
Tags: photossächsische schweizwandern

Neulich im Polenztal

Auf dem Bergangsteig im Polenztal.

Das Polenztal hatten meine Wanderschuhe bisher noch nicht gesehen, von daher war die kleine Tour vor zwei Wochen sehr spannend.

Los ging es von einem Parkplatz auf dem Ziegenrücken, unweit des Aussichtspunktes auf dem Hockstein. Dieser Aussichtspunkt war dann auch unser erstes Zwischenziel. Uns bot sich ein schöner Blick nach Hohenstein sowie auf den Grund des Polenztals, in welches wir nun durch die Wolfsschlucht hinab stiegen. Hier querten wir die Polenz und stiegen durch den Schindergraben hinauf auf den recht breiten Halbenweg. Unser nächster Zwischenstopp war nun die Gautschgrotte. Der Blick auf die steile Felswand mit der großen Grotte ist recht imposant, vor allem dann, wenn Menschen wie Spielzeugmännlein durch die Grotte laufen.

Ein Stück weiter talabwärts erreichten wir den Einstieg in den Begangsteig – den meiner Meinung nach schönsten Wanderabschnitt unserer Tour. Der als Kletterzugang markierte Pfad windet sich eng am Fels entlang des Polenztals. Es gibt jede Menge interessanter Felsformationen zu bestaunen und hin und wieder schöne Ausblicke ins Tal. Am Ende des Begangsteigs gelangten wir über den Neuweg vorbei an einem kleinen Wasserfall wieder auf eine breite Wanderautobahn in Richtung Brand.

Der Ausblick vom Brand war etwas diesig, dafür entschädigte aber ein Heißgetränk in der Brand-Baude. Wir stiegen durch den Schulzengrund ab und wanderten den gemütlichen Weg entlang der Polenz wieder zurück. An der Waltersdorfer Mühle herrschte eine einsame Stimmung: Aus dem Schornstein stieg Rauch auf und bis auf eine Kerze in einem der zum Weg zugewandten Räume brannte in der Mühle kein Licht. Die Sonne hatte sich vollkommen verabschiedet und die noch winterlich kahlen Bäume wirkten nur an den bemoosten Stellen lebendig.  

Fazit der Wanderung: Das Polenztal wurde für schön befunden. Es lohnt sich auf jeden Fall nochmal wieder zu kommen – vielleicht klappt es ja auch, wenn die Märzenbecher blühen, davon soll es dort ja jede Menge geben. Und auch ein Blick auf die Wanderkarte zeigt, dass es neben dem Begangsteig noch zahlreiche weiter kleine Pfade zum Erkunden gibt.

In der Wolfsschlucht am Hockstein. Im Schindergraben. Unteres Schloss der Burg Hohenstein Gautschgrotte. Wir sind klein. Auf dem Begangsteig. Es plätschert ... .. der kleine Wasserfall am Neuweg. Blickt vom Brand. I Blick vom Brand. II Waltersdorfer Mühle.

vom 12.03.16 um 16:53 Uhr, 1 Kommentar
Tags: photoswintersächsische schweizwandern

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